Das diesjährige Seniorenseminar des RV Nord der DPVKOM fand vom 9. – 11.Oktober im Hotel Fuchs in Handeloh (Nordheide) statt.

Trotz des kühlen und schmuddeligen Herbstwetters konnte der Vorsitzendeder Nord –und – Bundessenioren, Manfred Schiller, 23 angereiste Seminarteilnehmer auf das herzlichste begrüßen. Unter ihnen auch den früheren Vorsitzenden der DPVKOM Bundessenioren, Günter Weidig, der mit seiner lieben Frau Christel an dem Seminar teilnahm.

Recht herzlich wurde auch der RV Vorsitzende des RV Nord, Werner Fischer, von Schiller begrüßt. Nach einer Einführung in das Seminarprogramm und einer kurzen Vorstellungsrunde informierte der Seniorenvorsitzende die Anwesenden über Aktuelles von der DPVKOM und des dbb. Dabei ging er besonders auf die Gewerkschaftstage der beiden Organisationen ein, die im November jeweils in Berlin stattfinden. Die Namen der Personen, die für die Posten in den Vorständen kandidieren, wurden von Schiller kurz vorgestellt.

Werner Fischer berichtete über die bevorstehenden Aufsichtsratswahlen und Betriebsratswahlen. Er sagte, dass die DPVKOM bei der Aufsichtsratswahl noch niemals so gute Chancen wie jetzt  gehabt habe, einen Posten in diesem Gremium zu bekommen.Bei den Betriebsratswahlen rechnet Fischer ebenfalls mit einem Erfolg für unsere DPVKOM. Große Gefahr erkennt der RV Vorsitzende bei der von der Post geplanten Reduzierung der Zustelltage. Hier werden sich seiner Meinung nach die Serviceleistungen deutlich verschlechtern und es seien zigtausende Arbeitsplätze in Gefahr.

Der Außendienstmitarbeiter des RV Nord, Thomas Hackbarth referierte über Spaß und Sicherheit im Internet, Hackbarth zeigte an praktischen Beispielen, dass man sich durch ganz einfache und logische Strategien vor vielen Tücken und Gefahren des Internets effektiv schützen kann. Das A und O dabei aber ist ein ständig zu aktualisierender Virenscanner, der Viren, Trojaner oder andere Schadsoftware von ihrem Computer fernhalten kann. Ohne Virenscanner, die es kostenlos oder kostengünstig gibt sollte mansich keinesfalls ins Internet begeben.

Frau Cornelia Schimm informierte über Gedächtnisschwächen bei Senioren. Mit zunehmendem Alter können diese, oftmals kurzzeitigen Störungen,auftreten. Wortfindungen sind dann die ersten Defizite, die man an sich feststellt. Dem kann man entgegenwirken, indem man seine Merkfähigkeit trainiert. Zum Beispiel sollte man neue Namen in Gedanken öfter wiederholen oder aber buchstabieren. Am wichtigsten aber ist Aufmerksamkeit. Wenn man bewusst, mit allen Sinnen durch das Leben geht kann man sich viel merken. An Hand einiger Übungen probte Frau Schimm mit den Seminarteilnehmern Konzentration, Formulierung und Logik. So mussten viele bunt durcheinander gewürfelte Worte wieder zu einem vernünftigen Satz zusammen gestellt werden. Aber auch Kreuzworträtsel, Soduko oder ähnliches können beginnenden Gedächtnisverlust entgegenwirken.
Das Gehirn ist wie ein Muskel, den man ständig trainieren muss. Im Gegensatz zu anderen Muskeln kann das Gehirn aber keinen Muskelkater bekommen, so Frau Schimm.

Bei einem Besuch im Heide Erlebnis Zentrum in Undeloh wurde den Seniorinnen und Senioren erklärt, wie die heutige Heidelandschaft von Eis und Wind geformt wurde.Heidebauern, Schäfer und Imker erzählen, wie durch ihre Arbeit sich aus einem dichten Wald die Heide entwickelt hat. Auch in der Gegenwart ist der Eingriff durch den Menschen wichtig, denn nur so kann die Kulturlandschaft Heide erhalten werden. Nach so viel Informationen über die Lüneburger Heide sorgte man im Erlebniszentrum auch noch für unser leibliches Wohl. Bei Kaffee und Kuchen wurden viele nette Gespräche geführt bevor die Rückfahrt ins Hotel Fuchs angetreten wurde.

Wie will ich im Alter wohnen?

Über diese Möglichkeiten referierte Wolfgang Wieschenkämper. Er erklärte, dass man dazu 3 Schritte beachten sollte.

  1. Man muss sich umfassend informieren
  2. Dann muss man sich für eine Wohn/Betreuungsform entscheiden
  3. Dann soll man das beste Angebot für sich auswählen

Vor der endgültigen Entscheidung sollte die Familie prüfen, welche Möglichkeiten finanziell durchführbar sind.
Folgende Wohnformen sind möglich: Eigenes Heim, Wohngemeinschaft, Mehrgenerationenhaus, betreutes Wohnen oder das Seniorenheim. Beachten muss man dabei, dass jede Wohnform ihre Vor – bzw. – Nachteile hat.

Da diese Informationen zu umfangreich sind, werden die DPVKOM Bundessenioren im Frühjahr 2018 einen neuen „Ratgeber für Wohnformen im Alter“ fertig stellen. In diesem können Sie dann alles nachlesen.

In der Nachbesprechung des Seminars wurde den Referenten und Organisatoren von allen Teilnehmern ein großes Lob ausgesprochen. Für weitere Veranstaltungen wünschten sich alle weiterhin ähnliche seniorenspezifische Themen und hoffen, bald wieder eingeladen zu werden.